11.01.2018 //

Wirtschaft auch 2017 kräftig gewachsen

Statistisches Bundesamt: Deutsches Bruttoinlandsprodukt hat um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Das ist der stärkste Anstieg seit 2011.

Die deutsche Wirtschaft boomt. Ein Ende des Aufschwungs ist - zumindest vorerst - nicht in Sicht. Foto: pixabay.com Die deutsche Wirtschaft boomt. Ein Ende des Aufschwungs ist - zumindest vorerst - nicht in Sicht. Foto: pixabay.com

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Berichtszeitraum um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die größte Volkswirtschaft Europas sei damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden, heißt es in der Destatis-Pressemitteilung weiter. 2016 sei das BIP bereits deutlich um 1,9 Prozent und 2015 um 1,7 Prozent gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeige, dass sich das deutsche Wirtschaftswachstum 2017 um fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 Prozent bewegte.

„Weder politische Unsicherheiten, noch geopolitische Risiken konnten der Konjunktur 2017 etwas anhaben. Noch zu Jahresanfang hatte man angesichts dieser Rahmenbedingungen nur mit 1,3 Prozent Wachstum gerechnet“, kommentierte Dr. Andreas Scheuerle, Leiter Konjunktur Industrieländer/Branchenanalyse der DekaBank, die aktuellen Destatis-Daten. Doch das ungebrochene „Wunder am deutschen Arbeitsmarkt“ und eine außergewöhnlich synchrone globale Wirtschaftsentwicklung hätten letztlich alle Belastungsfaktoren weggefegt.

Einmal mehr sei der private Konsum der Wachstumstreiber Nummer eins. 1,1 Prozentpunkte steuerte er laut DekaBank-Angaben zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei. „Möglich machten dies die für den Konsumenten segensreiche und doch ausgesprochen seltene Kombination von Vollbeschäftigung und Lohnsteigerungen bei moderater Inflation. Der Staatskonsum ging dagegen nach den flüchtlingsbedingten Mehrausgaben der Jahre 2015/2016 wieder in den Normalmodus über“, so Scheuerle weiter.

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