18.03.2014 //

WTO-Vereinbarung: Neue Chancen im Ausland

Übereinkommen schafft Potenzial bei internationalen öffentlichen Ausschreibungen.

Eine Hürde für die Teilnahme an internationalen Ausschreibungen ist genommen: Mit seiner Annahme hat Israel den Weg für das überarbeitete Übereinkommen der Welthandelsorganisation WTO frei gemacht, das den Zugang zu öffentlichen Aufträgen im Ausland verbessern soll. Mit dem positiven Entscheid Israels hat die Fassung unter den Mitgliedern des WTO-Ausschusses für öffentliche Beschaffung die nötige Zwei-Drittel-Schwelle erreicht und kann im April in Kraft treten. Zuvor hatten bereits Liechtenstein, Norwegen, Kanada, Chinesisch Taipei, die Vereinigten Staaten, Hong Kong, die Europäische Union, Island und Singapur die überarbeitete Version durchgewunken. Die Europäische Union wird in den Verhandlungen zentral von der EU-Kommission (Generaldirektion „Binnenmarkt und Dienstleistungen“) vertreten.

Das „Government Procurement Agreement“ (kurz GPA) öffnet das öffentliche Auftragswesen der Vertragsparteien für den internationalen Wettbewerb und soll den europäischen Unternehmen nach EU-Angaben zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten im Wert von 100 Milliarden Euro verschaffen. In den Vorschriften werden die Marktzugangsmöglichkeiten bei internationalen Ausschreibungen geregelt – mit dem Ziel, eine Liberalisierung und Ausweitung des Welthandels zu erreichen und dessen internationale Abwicklung zu verbessern. Das Übereinkommen soll es möglich machen, dass sich Anbieter aus den Vertragsstaaten in anderen Regionen an Ausschreibungen der öffentlichen Hand beteiligen können.
 

 

 

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