Koalitionsvertrag: „Mit Weitsicht und Augenmaß vorgehen“

Statement der BME-Vorstandsvorsitzenden Gundula Ullah zum Koalitionsvertrag.

Die Ampelkoalition hat jetzt die Inhalte des Koalitionsvertrages vorgestellt. Screenshot: PhoenixDie Ampelkoalition hat jetzt die Inhalte des Koalitionsvertrages vorgestellt. Screenshot: Phoenix Die Ampelkoalition hat jetzt die Inhalte des Koalitionsvertrages vorgestellt. Screenshot: Phoenix

Gundula Ullah, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) zum Koalitionsvertrag der künftigen „Ampel“-Regierung:


„SPD, Bündnis90/Die Grünen und die FDP haben jetzt ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. ‚Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit‘ lautet der Titel des 177 Seiten umfassenden Dossiers.

Der BME begrüßt es, dass die ‚Ampel-Koalition‘ dem Themenkomplex Nachhaltigkeit im Koalitionsvertrag eine besondere Bedeutung beimisst. Die Koalitionsparteien unterstützen das von der EU vorgeschlagene Importverbot von Produkten aus Zwangsarbeit. Darüber hinaus wollen sie ein wirksames EU-Lieferkettengesetz forcieren, das auf den UN-Leitprinzipien Wirtschaft und Menschenrechte basiert, KMU bei der Umsetzung aber nicht überfordert.

Das ist ein wichtiges Signal: Die Koalitionäre zeigen Weitsicht und gehen mit dem notwendigen Augenmaß vor. Um Menschenrechte in den Lieferketten von Unternehmen effizient zu schützen, braucht es zweifelsfrei europaweite Regelungen. Die Gesetzesvorhaben müssen aber auch für den Mittelstand praktikabel bleiben.

Fakt ist: Bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit in den Lieferketten besteht beim Gros der deutschen Unternehmen noch Luft nach oben, auch hier gilt es mit Augenmaß vorzugehen. Das gilt branchenübergreifend sowohl für Global Player als auch für Mittelständler. Immer mehr Unternehmen setzen Nachhaltigkeit auf Basis gezielter Strategien und fest definierter Verantwortlichkeiten um. Der BME unterstützt seine Mitgliedsunternehmen bei der Einführung eines nachhaltigen Procurements – von den Grundlagen für einen nachhaltigen Einkauf, über die Erweiterung der Beschaffungsprozesse um nachhaltige Aspekte bis hin zu der Entwicklung von Nachhaltigkeitskriterien im Lieferantenmanagement.

Auch die geplanten Maßnahmen zur Stärkung der E-Mobilität, des öffentlichen Personennahverkehrs und des Verkehrsträgers Schiene stimmen uns optimistisch. So will das Dreierbündnis die 2020er Jahre zu einem Aufbruch in der Mobilitätspolitik nutzen und eine innovative, effiziente und bezahlbare Mobilität ermöglichen. Der BME setzt sich bereits seit Jahren konsequent dafür ein, seine Mitgliedsunternehmen und die gesamte Beschaffungs-Community für umweltfreundliche Alternativen zum Straßengüterverkehr zu sensibilisieren.

Entscheidend ist, dass die Ampel ihren Worten nun Taten folgen lässt und die eigene Agenda möglichst zeitnah und praxisgerecht umsetzt. Positiv sehen wir, dass Wirtschaft und Klima in einem Ressort gebündelt sind. Denn aus unserer Sicht sind Ökonomie und Ökologie künftig stets zusammen zu denken. Der BME freut sich auf die Zusammenarbeit.“

Ein Foto der BME-Vorstandsvorsitzenden Gundula Ullah zur redaktionellen Verwendung (Copyright: Jochen Günther/BME e.V.) finden Sie hier.

Über den BME

Der 1954 gegründete BME ist der Fachverband für Einkäufer, Supply Chain Manager und Logistiker in Deutschland. Ihm gehören 9.750 Mitglieder in 38 Regionen aus allen Industriebereichen, Sektoren, aus Dienstleistung und öffentlicher Beschaffung an. Das Volumen der von den Mitgliedern eingekauften Waren und Dienstleistungen beträgt jährlich rund 1,25 Billionen Euro. Das entspricht ungefähr der Hälfte des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Zu den Zielen des Verbands gehören der Transfer von Know-how durch einen ständigen Erfahrungsaustausch, die Aus- und Weiterbildung von qualifiziertem Personal und die wissenschaftliche Arbeit an neuen Methoden, Verfahren und Techniken. Außerdem hilft der BME bei der Erschließung neuer Märkte und gestaltet wirtschaftliche Prozesse und globale Entwicklungen mit.

 

 

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