30.10.2013 //

Zögerliche Beschleunigung im Schlussquartal

DIW rechnet zwar mit etwas mehr Fahrt, warnt aber vor zu hohen Erwartungen.

Institutsgebäude des DIW am Abend. Foto: DIW Berlin

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird die deutsche Wirtschaft im laufenden vierten Quartal nur leicht an Fahrt aufnehmen. Für die Monate Oktober bis Dezember lässt das veröffentlichte Konjunkturbarometer darauf hoffen, dass die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent steigen wird. Für das dritte Jahresviertel bestätigte das Institut seine erste Schätzung, dass die deutsche Wirtschaft gegenüber der Periode von April bis Juni um 0,2 Prozent gewachsen ist.

„Zuletzt hat das verarbeitende Gewerbe etwas Fahrt aufgenommen“, untermauerte Konjunkturchef Ferdinand Fichtner die Erwartungshaltung des DIW und verwies auf positive Signale von Seiten der Weltkonjunktur. Insbesondere in den USA helle sich die Lage auf und im Euroraum zeichne sich ein Ende der Rezession ab. Der Arbeitsmarkt entwickele sich dabei weiterhin positiv: "Bei einem gemächlichem Expansionstempo der Gesamtwirtschaft verliert der Beschäftigungsaufbau zwar an Schwung, setzt sich aber fort. Das kommt nach wie vor bei den Haushalten in Form spürbarer Einkommenszuwächse an und beflügelt den privaten Verbrauch.“

Zugleich warnen die Wirtschaftsforscher aber vor zu viel Optimismus. „Die nach wie vor magere Auftragslage und die etwas gedämpfte Stimmung sprechen dafür, dass nur mit bescheidenen Zuwächsen zu rechnen ist und die deutsche Wirtschaft unterausgelastet bleibt“, so Fichtner. Laut dem DIW-Deutschlandexperten Simon Junker ist deshalb vorerst nicht mit kräftigen Zuwächsen bei der Investitionstätigkeit zu rechnen. „Die deutschen Ausrüstungsinvestitionen bleiben, gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung, deutlich niedriger als in den Jahren vor der Rezession 2009."

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