BME Resilienz Modell
Vom Siegel zum System: Resiliente Beschaffung gestalten
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Nachhaltigkeitssiegel haben sich durch das im Februar 2026 verabschiedete „Dritte Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb“ grundlegend verschärft. Vor diesem Hintergrund wird die BME-Zertifizierung „RPO - Responsible Procurement Organisation“ Ende August 2026 eingestellt.
Die Anforderungen an Nachhaltigkeit im Einkauf entwickeln sich dynamisch. Statt auf ein statisches Siegel setzen wir zukünftig auf die Entwicklung resilienter Organisationsstrukturen. Unser Ziel: Ein Beschaffungssystem, das robust genug für Krisen und flexibel genug für jede zukünftige Regulatorik ist.
Unser Fokus: Strategische Souveränität
Wir unterstützen Sie dabei, Nachhaltigkeit nicht als Compliance-Checkliste, sondern als strukturelle Kernkompetenz zu etablieren.
- Individuelle Schwerpunkte: Das Framework erlaubt es Ihnen, eigene strategische Fokuspunkte zu setzen – passgenau für Ihr Geschäftsmodell.
- Prozess-Integration: Wir verankern Nachhaltigkeit tief in Ihren Standard-Einkaufsprozessen, um Redundanzen zu vermeiden.
- Zukunftssicherheit: Wir bauen Strukturen auf, die über aktuelle Gesetze hinausgehen und flexibel auf neue Standards anpassbar sind.
Der Weg zu Ihrer resilienten Organisation
Wir nutzen die bewährte BME-Fachlogik als methodisches Gerüst für Ihre Transformation. Der Prozess ist modular aufgebaut und passt sich Ihrem individuellen Reifegrad an.
- Phase 1: Strategische Fokusdefinition Analyse der Ist-Situation und Festlegung Ihrer individuellen Schwerpunkte für eine langfristige Resilienz.
- Phase 2: Implementierung & Sparring Beratende Begleitung bei der strukturellen Einbettung nachhaltiger Prozesse in Ihre Einkaufsorganisation.
- Phase 3: Fachliche Validierung Ein strukturierter Stresstest Ihrer Prozesse. Diese Validierung dient der internen Qualitätssicherung und als belastbare Grundlage für Ihr Stakeholder-Reporting (z. B. CSRD).
Warum wir den Fokus verändern
Das am 12. Februar 2026 beschlossene Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) definiert die Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel grundlegend neu. Um den verschärften Kriterien an die Unabhängigkeit der Prüfung und die zugrunde liegenden Normen gerecht zu werden, wäre ein administrativer Aufwand nötig, der den fachlichen Nutzen für die Unternehmen weit übersteigt.
Wir beenden das bisherige Siegelsystem zum 31. August 2026 auch deshalb, um unsere Mitglieder vor den neuen rechtlichen Risiken und Bußgeldvorgaben von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes proaktiv zu schützen. Anstatt ein rechtlich anfälliges Label zu verwalten, fokussieren wir uns künftig konsequent auf das, was den eigentlichen Wert Ihrer Arbeit ausmacht: die fundierte Unterstützung beim Aufbau Ihrer soliden internen Prozesse.