22.02.2021 //

China bleibt Deutschlands Handelspartner Nr. 1

Destatis: Trotz Corona-Krise ist der Umsatz im Außenhandel mit der größten Volkswirtschaft Asiens 2020 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen

Auch die Corona-Krise konnte 2020 dem bilateralen Handel zwischen Deutschland und China nichts anhaben. viperagp / Fotolia Auch die Corona-Krise konnte 2020 dem bilateralen Handel zwischen Deutschland und China nichts anhaben. viperagp / Fotolia

China war 2020 zum fünften Mal in Folge wichtigster Handelspartner Deutschlands. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 212,1 Milliarden Euro zwischen beiden Staaten gehandelt. Trotz Corona-Krise stieg der Umsatz im Außenhandel mit der Volksrepublik damit um 3,0 Prozent gegenüber 2019. Auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Außenhandelsumsatz von 172,8 Milliarden Euro (-8,7 Prozent) und die Vereinigten Staaten mit 171,6 Milliarden Euro (-9,7 Prozent).

China seit 2015 wichtigster Importeur

Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wachse stetig: 1980 hatte das Reich der Mitte noch auf Rang 35 der wichtigsten Importstaaten gelegen, 1990 schon auf Rang 14. Seit 2015 sei China der Staat, aus dem die meisten Importe nach Deutschland kommen. 2020 wurden laut Destatis Waren im Wert von 116,3 Milliarden Euro aus China importiert. Damit stiegen die Importe um 5,6 Prozent gegenüber 2019. Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten Importstaaten lagen 2020 die Niederlande (88,5 Milliarden Euro) und die Vereinigten Staaten (67,8 Milliarden Euro). Hier führte die Corona-Krise allerdings zu Rückgängen: Die Importe aus den Niederlanden sanken gegenüber 2019 um 9,6 Prozent und die Importe aus den Vereinigten Staaten um 5,0 Prozent.

USA nach wie vor wichtigster Abnehmer deutscher Exporte

Die meisten deutschen Exporte gingen 2020 wie bereits seit 2015 in die Vereinigten Staaten, obwohl die Warenexporte dorthin gegenüber 2019 um 12,5 Prozent auf 103,8 Milliarden Euro zurückgingen. Auf den Rängen zwei und 3 drei der wichtigsten Abnehmerstaaten lagen China mit 95,9 Milliarden Euro (-0,1 Prozent) und Frankreich mit 91,1 Milliarden Euro (-14,6 Prozent).

Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland 2020 mit den Vereinigten Staaten (36,1 Milliarden Euro), Frankreich (34,4 Milliarden Euro) und dem Vereinigten Königreich (32,2 Milliarden Euro) aus. Für China wies der Außenhandel 2020 laut Destatis-Angaben einen Importüberschuss aus: Insgesamt überstieg der Wert der aus China importierten Waren den Wert der dorthin exportierten Waren um 20,4 Milliarden Euro.

Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse wichtigste Importgüter

Importseitig waren 2020 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 114,1 Milliarden (-3,8 Prozent gegenüber 2019) die wichtigsten Handelsgüter für Deutschland. Durch den starken Rückgang der Importe von Kraftwagen und Kraftwagenteilen auf einen Wert von 109,8 Milliarden Euro (-14,5 Prozent) lagen diese Güter nur noch auf Platz zwei in der Rangfolge der wichtigsten Importgüter, gefolgt von chemischen Erzeugnissen im Wert von 79,2 Milliarden Euro (-8,7 Prozent) auf Platz drei.

Kraftwagen und Kraftwagenteile trotz starkem Rückgang wichtigstes Exportgut

Die wichtigsten Exportgüter Deutschlands waren 2020 zum elften Mal in Folge Kraftwagen und Kraftwagenteile. Allerdings führte die Corona-Krise hier zu einem außerordentlich starken Rückgang. So wurden 2020 nach vorläufigen Destatis-Ergebnissen Kraftwagen und Kraftwagenteile im Wert von 186,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert. Das waren 16,9 Prozent weniger als 2019. Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Exportgüter folgten Maschinen mit einem Wert von 174,1 Milliarden Euro (-11,4 Prozent) und chemische Erzeugnisse im Wert von 111,1 Milliarden Euro (-6,3 Prozent). 

Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im Jahr 2020 bei den Maschinen (96,1 Milliarden Euro), den Kraftwagen und Kraftwagenteilen (76,9 Milliarden Euro) und den chemischen Erzeugnissen (31,9 Milliarden Euro) aus. Mehr Waren importiert als exportiert wurden vor allem bei Erdöl und Erdgas mit einem Importüberschuss von 36,5 Milliarden Euro sowie bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen (20,8 Milliarden Euro).

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