04.11.2020International

Große Resonanz auf 6. digitale Einkaufsinitiative Westbalkan

Auf dem von BME, AHKs und BMWi organisierten Event gab es in diesem Jahr mehr als 320 Kontaktanbahnungen zwischen 34 deutschen Einkäufern aus 28 deutschen Industrieunternehmen und 156 qualifizierten Lieferanten aus der Westbalkan-Region.

Die erstmals online durchgeführte 6. Einkaufsinitiative Westbalkan ist bei den teilnehmenden Unternehmen auf ein großes Echo gestoßen. „Uns war klar, dass wir die im vergangenen Jahr vermittelten 700 B2B-Matchmakings dieses Mal aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen nicht erreichen würden. Dennoch sind wir auf die vom 8. bis 28. September erreichten mehr als 320 Kontaktanbahnungen zwischen 34 deutschen Einkäufern aus 28 deutschen Industrieunternehmen und 156 qualifizierten Lieferanten aus der Westbalkan-Region sehr stolz“, zog Olaf Holzgrefe , Head of International and Affairs des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), ein erstes Fazit der knapp dreiwöchigen Veranstaltung. 

Die Einkaufsinitiative Westbalkan wird gemeinsam vom BME und den deutschen Auslandshandelskammern (AHK) des westlichen Balkans organisiert. Die Geschäfts- und Kontaktbörse ist fester Bestandteil des KMU-Markterschließungsprogramms (MEP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Das Interesse sowohl deutscher Firmen als auch potenzieller Zulieferbetriebe aus Kroatien, Slowenien, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Nord-Mazedonien, Kosovo und Albanien ist ungebrochen. Auf der Liste der 34 teilnehmenden Einkäufer an den B2B-Gesprächen und virtuellen Matchmakings stehen klangvolle Namen wie Fresenius Medical Care, MTU Friedrichshafen, Rolls-Royce, SMS Group oder Knauf Engineering. 

Holzgrefe: „Die meisten deutschen Industriebetriebe kamen diesmal aus dem Maschinen- und Anlagenbau, dem Automobilzulieferbereich sowie aus dem Energie- und Verteidigungssektor.“ Die erstmals als virtuelles Event durchgeführte Einkaufsinitiative Westbalkan sei insbesondere von den beteiligten deutschen Unternehmen durchweg positiv beurteilt worden. Holzgrefe verwies dabei beispielhaft auf folgende Statements: „Die Supplier Days sind eine gut organisierte Veranstaltung, um innerhalb kurzer Zeit viele potenzielle Lieferanten zu treffen“ (Hydac Verwaltung GmbH). „Wir haben im Laufe der Jahre bereits Erfahrungen mit diesen B2B-Treffen gesammelt, aber ehrlich gesagt wurden unsere Erwartungen in diesem Jahr mit dem Online-Format übertroffen“ (Battenfeld-Cincinnati Germany). 

Dem BME liegen laut Holzgrefe auch Einschätzungen einiger Lieferanten aus der Westbalkan-Region vor: „Machen Sie weiter so. Wir werden gern wieder teilnehmen“ (CNC DOO). „Die Organisation und Kommunikation der gesamten Veranstaltung war sehr professionell“ (CSS DOO). „Die 6. Einkaufsinitiative Westbalkan bot den teilnehmenden Unternehmen gute Geschäftsperspektiven. Den Umgang mit unseren deutschen Partnern schätzen wir als fair, langfristig, strategisch und qualitativ hochwertig ein“ (INE DOO).

Der BME kann sich bei der Suche nach passenden Lieferanten aus der Westbalkan-Region seit Jahren auf leistungsstarke Kooperationspartner verlassen. Holzgrefe: „Vor Ort unterstützen uns die AHKs Serbien, Kroatien, Slowenien sowie die Delegationen der Deutschen Wirtschaft in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Nord-Mazedonien bei der Kontaktanbahnung. Zudem setzen sich auch andere Organisationen wie beispielsweise der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) oder regionale Wirtschaftsvereinigungen für das Projekt ein.“

Nach Einschätzung von Dr. Kirsten Scholl , Leiterin der Europaabteilung des BMWi, sei es ein „wesentliches Ziel der Einkaufsinitiative Westbalkan, diesen Wirtschaftsraum wettbewerbsfähiger zu machen und an die Herausforderungen des europäischen Binnenmarktes Schritt für Schritt heranzuführen.“ Die Einkäuferkonferenz habe sich in den vergangenen Jahren als erfolgreiches Instrument etabliert, um die Entwicklung der Exportkraft des Westbalkans tatkräftig zu unterstützen, die Sicherheit von Lieferketten zu erhöhen und die Versorgungswege kontinuierlich zu optimieren. Scholl: „Es ist gelungen, das Format in kürzester Zeit auf die veränderten Rahmenbedingungen infolge der COVID-19-Pandemie anzupassen und zu digitalisieren und damit auch in diesen schwierigen Zeiten ein wichtiges Zeichen der Kontinuität zu setzen.“