12. Einkaufsinitiative Westbalkan stärkt Beschaffungsnetzwerke und Nearshoring-Potenziale
Am 20. Mai 2026 fand die 12. Einkaufsinitiative Westbalkan statt, ausgerichtet vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Zusammenarbeit mit den Auslandshandelskammern (AHKs) der Region sowie der IHK zu Dortmund. Die Veranstaltung erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und ist Teil des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Auch in ihrer zwölften Auflage erwies sich die Einkaufsinitiative als wichtige Plattform für den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen Einkäufern und Lieferanten aus Südosteuropa. Insgesamt nahmen 22 Einkäufer aus 13 Unternehmen teil. Vertreten waren unter anderem Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Elektronik- und Halbleiterbranche sowie dem Energiesektor.
Auf Lieferantenseite präsentierten sich 61 ausgewählte Unternehmen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien sowie aus Kroatien und Slowenien. Die größten Delegationen kamen dabei aus Kroatien, Serbien, Slowenien und Bosnien und Herzegowina. Die breite Branchenvielfalt ermöglichte den Teilnehmenden einen gezielten Austausch zu Beschaffungsalternativen und neuen Kooperationsmöglichkeiten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen 108 vorab organisierte B2B-Gespräche. Ergänzt wurden diese durch eine offene Matchmaking- und Networking-Phase, die intensiv für zusätzliche Gespräche und die Vertiefung bestehender Kontakte genutzt wurde. Die hohe Gesprächsdichte und das große Interesse auf beiden Seiten verdeutlichten erneut die Attraktivität der Region als Nearshoring-Standort für deutsche Unternehmen.
Bereits am Vorabend bot die Veranstaltung Gelegenheit zum Netzwerken. Zudem erhielten die Teilnehmenden bei einem Besuch der Wilo Group interessante Einblicke in nachhaltige Produktionsprozesse und moderne Industriestandards.
Die Einkaufsinitiative Westbalkan schreibt damit ihre Erfolgsgeschichte fort: Seit 2015 wurden im Rahmen des Formats bereits mehr als 5.000 Geschäftstreffen zwischen Einkäufern und Lieferanten aus der Region ermöglicht. Gemeinsam mit den Auslandshandelskammern setzt sich der BME weiterhin dafür ein, neue Beschaffungsmärkte zu erschließen, Lieferketten resilienter aufzustellen und die Nearshoring-Potenziale Südosteuropas für deutsche Unternehmen sichtbar und nutzbar zu machen.