09.02.2026Aktionen/Kooperationen

BME und ESG-Score.org kooperieren für nachhaltige Beschaffung

Ziel der Zusammenarbeit ist es, BME-Mitgliedern eine verlässliche, standardisierte Datengrundlage für nachhaltige Beschaffung bereitzustellen.
Nachhaltigkeit im Einkauf erfordert hochkomplexe Analysen und eine klare strategische Steuerung: Ziel beim BME ist es, diese Komplexität durch praxistaugliche Instrumente auch operativ beherrschbar zu machen.© Galeanu Mihai/iStock

Die Mitglieder des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) beschaffen jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 1,25 Billionen Euro. Wann immer sie Standardprodukte wie IT-Zubehör, Bürostühle, Schutzhandschuhe oder Reinigungsmittel einkaufen, gilt: Der Auswahlprozess muss schnell gehen. Eine nachhaltige Beschaffung ist in den Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen gewünscht. Jedoch ist es zeit- und kostenintensiv, Produkte vor dem Kauf in puncto Umwelt- und Sozialverträglichkeit in Eigenleistung zu vergleichen.

Vor diesem Hintergrund hat der BME eine Partnerschaft mit ESG-Score.org vereinbart. Ziel ist es, den rund 13.000 Mitgliedern ESG-Score-Daten für Millionen Standardprodukte verfügbar zu machen, die mit Preis- und Leistungsdaten im Katalog angezeigt werden und bei Kaufentscheidungen direkt einfließen können.

„Der BME sieht im ESG-Score einen derzeit in dieser Ausprägung einzigartigen Ansatz, Nachhaltigkeit als integrierten Bestandteil wirtschaftlicher Beschaffungsabläufe umzusetzen“, sagt Mirjam Zeller, Geschäftsführerin BME Marketing GmbH.

ESG-Score als Schlüssel für effiziente nachhaltige Beschaffung

Der ESG-Score schließt eine Lücke im Beschaffungsmarkt: Er aggregiert öffentlich verfügbare und strukturierte Nachhaltigkeitsinformationen und macht Produkte innerhalb einzelner Warengruppen auf einen Blick vergleichbar. Der Score wird anhand von kategoriespezifischen Bewertungskriterien berechnet, die auf produktspezifische Nachhaltigkeitsdaten angewendet werden. Dargestellt auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten leistet er – ähnlich wie der Nutriscore für Lebensmittel – wesentliche Orientierungshilfe: Ohne selbst recherchieren und Daten vergleichen zu müssen, können Nachhaltigkeitsaspekte bei der Produktauswahl systematisch berücksichtigt werden. Dabei versteht sich der ESG-Score nicht als Ersatz bestehender Standards oder Labels, sondern als integrierender, übergreifender Ansatz, der vielfältige Informationen zusammenführt.

„Nachhaltigkeit im Einkauf erfordert im Hintergrund hochkomplexe Analysen und eine klare strategische Steuerung. Das Ziel beim BME ist es, diese Komplexität durch praxistaugliche Instrumente wie den ESG-Score auch operativ beherrschbar zu machen. Wenn wir die strategischen Anforderungen in eine strukturierte Form bringen, die am Ende am Schreibtisch des Einkäufers mit einem Klick funktioniert, stellen wir sicher, dass Nachhaltigkeit in der Praxis nicht nur gewollt, sondern auch täglich gelebt wird.“, sagt Sarah Baer, Bereichsleitung Innovation und Entwicklung beim BME.

Jan Bussiek, Gründer von ESG-Score.org, sieht in der Etablierung des Scores als Standard einen bedeutenden Hebel:. „Wenn in Online-Shops und Beschaffungssystemen Suchergebnisse nach Nachhaltigkeit sortiert werden, können Millionen Menschen die besseren Produkte mit ihrem Kauf belohnen. Die Zusammenarbeit mit dem BME ist für uns ein bedeutsamer Schritt, diesen Ansatz im Dialog mit der Einkaufspraxis zu skalieren.“

Ihre Kontaktpersonen

Sarah Baer
Geschäftsbereichsleitung Innovation & ProduktentwicklungInhaltliche Fragen
Christoph Kunz
Senior Manager Product Development, Alliance & SustainabilitySponsoring