23.06.2026Rohstoffmärkte

DERA-Preismonitor: Basismetalle haben sich im Mai am stärksten verteuert

Die Rohstoffpreise haben im Mai insgesamt nur noch leicht angezogen. Das zeigt der aktuelle Preismonitor der DERA, nach dem insbesondere Basismetalle teurer wurden, während sich bei verschiedenen Rohstoffen erste Anzeichen einer Marktentspannung bemerkbar machen.
Während sich die Dynamik an den Rohstoffmärkten insgesamt abschwächte, legten die Preise für Basismetalle im Mai erneut deutlich zu. © OMaltseva/iStock

Im Mai stiegen die Preise der im Preismonitor der Deutschen Rohstoffagentur DERA aufgeführten Primärrohstoffe im Durchschnitt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat April. Der Mai war damit der Monat mit dem bislang geringsten durchschnittlichen Preiswachstum, nachdem in den vorausgegangenen Monaten jeweils deutliche Anstiege zu verzeichnen waren, so die Rohstoffagentur. 53 Prozent der im Monitor angeführten Rohstoffpreise zeigten sich im Mai steigend, 42 Prozent sinkend und fünf Prozent blieben unverändert.

Die Basismetalle haben sich mit 2,8 Prozent Wachstum am stärksten verteuert. Leicht gestiegen sind die Preise der Nebenmetalle sowie der Seltenen Erden mit jeweils 0,9 Prozent. Auf der anderen Seite sind die Preise der Platingruppenmetalle um 4,3 Prozent gesunken.

Bei der Einzelbetrachtung der Preisentwicklungen zeigt sich laut DERA, dass bei den Preisen von Germaniumdioxid mit 27,4 Prozent das Wachstum gegenüber dem April am ausgeprägtesten war. Weiterhin gab es bei Molybdän mit einem Anstieg zwischen 8,5 und 17,3 Prozent größere Sprünge. Der Preisanstieg von Lithiumspezifikationen setzte sich im Mai mit 9,7 bis 13,7 Prozent deutlich fort. Im eher volatilen Markt hat sich der Preis von Lithiumkarbonat innerhalb des vergangenen Jahres mehr als verdreifacht.

Die Preise für Wolfram waren im Mai nach einem starken Anstieg erstmals wieder rückläufig – mit Preisrückgängen von 26,1 bis 30,7 Prozent. Die Preise für Wolframerz gingen sogar etwa 40 Prozent zurück. „Im Vergleich zum April scheint sich die Lage ein wenig zu entspannen“, so die DERA. Des Weiteren wurden Niobkonzentrat, Erdöl (Brent) sowie Aluminium-Granulat 9,8 Prozent, 8,7 Prozent bzw. 8,6 Prozent günstiger gehandelt.

Nachdem der Preis für Tantal in den vergangenen Monaten aufgrund des angespannten Markts stark zugelegt hatte, ist das Preiswachstum im Mai mit minus 8,1 Prozent erstmals wieder negativ. Die durchschnittlichen Preise für Recyclingrohstoffe zeigten sich mit 4,5 Prozent Wachstum gegenüber dem Vormonat weiterhin im Aufwind. Schwarzmasse der Typen LFP (18,2 Prozent) und Ternär (6,5 Prozent) wurden teurer gehandelt, aber auch Zinkschrotte sowie Stahlschrotte (V2A) verzeichneten mit 8,9 bzw. 7,8 Prozent größere Preiszunahmen. Für Aluminium- sowie Kupferschrotte stiegen die Preise mit 6,9 bis 7,1 bzw. 2,8 bis 5,3 Prozent merklich an.

Quelle: MBI Martin Brückner Infosource

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