10.09.2026Politik & Wirtschaft

Deutsche Exporte geben im Juli leicht nach

Die deutschen Ausfuhren sind im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen sie jedoch deutlich höher. Besonders stark entwickelten sich die Exporte in die USA.
Deutsche Exporte bleiben auf Wachstumskurs: Die Ausfuhren lagen im Juli 2026 deutlich über dem Vorjahresniveau, auch wenn sie gegenüber dem Vormonat leicht zurückgingen. © donvictori0/iStock

Die deutsche Exportwirtschaft hat im Juli einen kleinen Dämpfer verzeichnet. Nach vorläufigen, kalender- und saisonbereinigten Daten des Statistischen Bundesamtes gingen die Ausfuhren gegenüber Juni 2026 um 0,8 Prozent auf 138,2 Milliarden Euro zurück. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres lagen die Exporte hingegen 6,1 Prozent höher.

Deutlich stärker als die Ausfuhren gingen die Importe zurück. Sie sanken im Monatsvergleich um 5,7 Prozent auf 116,9 Milliarden Euro. Dadurch erhöhte sich der Außenhandelsüberschuss von 15,4 Milliarden Euro im Juni auf 21,3 Milliarden Euro im Juli.

USA als wichtiger Wachstumstreiber

Bei den wichtigsten Handelspartnern zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten. Sie stiegen gegenüber Juni um 19,1 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro und lagen damit 28,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Dagegen gingen die Exporte in das Vereinigte Königreich um 7,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zurück. Auch die Ausfuhren nach China entwickelten sich schwächer: Sie sanken im Vergleich zum Vormonat um 9,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

EU-Geschäft rückläufig

Auch das Geschäft mit den EU-Mitgliedstaaten entwickelte sich im Juli schwächer. Die Ausfuhren in die EU gingen gegenüber Juni um 1,6 Prozent auf 78,0 Milliarden Euro zurück. In die Eurozone wurden Waren im Wert von 53,9 Milliarden Euro exportiert, was einem Rückgang von 2,8 Prozent entspricht.

Damit zeigt sich für die deutsche Exportwirtschaft ein gemischtes Bild: Während die Ausfuhren im Monatsvergleich leicht nachgaben, liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Zugleich sorgen unterschiedliche Entwicklungen in den wichtigsten Absatzmärkten für ein uneinheitliches außenwirtschaftliches Umfeld.

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