Deutsche Exporte setzen Aufwärtstrend fort
Gleichzeitig gingen die Importe gegenüber dem Vormonat zurück, wodurch sich der Außenhandelsüberschuss deutlich erhöhte. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
Exporte wachsen weiter
Die kalender- und saisonbereinigten Warenausfuhren erhöhten sich im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres lagen die Exporte um 6,1 Prozent höher. Die Einfuhren gingen gegenüber April um 2,5 Prozent auf 118,8 Milliarden Euro zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen sie jedoch um 6,9 Prozent. Durch die Kombination aus steigenden Exporten und rückläufigen Importen weitete sich der Außenhandelsüberschuss auf 19,1 Milliarden Euro aus. Im April hatte der Saldo noch 14,7 Milliarden Euro betragen.
Wachstum vor allem außerhalb der EU
Impulse kamen insbesondere aus dem Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union. Die Exporte in diese Länder stiegen gegenüber dem Vormonat um 3,6 Prozent. Besonders kräftig legten die Ausfuhren in die USA zu. Auch die Exporte nach China entwickelten sich positiv. Dagegen gingen die Lieferungen in die EU insgesamt leicht zurück. Auf der Importseite nahmen die Einfuhren sowohl aus EU-Staaten als auch aus Drittstaaten gegenüber April ab. Wichtigstes Herkunftsland für deutsche Importe blieb China.
Positive Entwicklung im laufenden Jahr
Für die ersten fünf Monate des Jahres zeigt sich insgesamt eine stabile Entwicklung des deutschen Außenhandels. Von Januar bis Mai 2026 stiegen die Exporte kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent. Die Importe legten im selben Zeitraum um 3,7 Prozent zu. Die aktuellen Destatis-Zahlen unterstreichen damit die anhaltende Bedeutung des Auslandsgeschäfts für die deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen sie, dass die Dynamik weiterhin stark von der Entwicklung auf den internationalen Märkten geprägt wird.