Deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht im Plus
Bruttoinlandsprodukt wächst moderat
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent gestiegen. Kalenderbereinigt ergibt sich ein Wachstum von 0,3 Prozent. Damit verzeichnet die deutsche Wirtschaft erstmals seit 2022 wieder ein reales Plus und beendet die Phase der Rezession.
Konsum als wichtigste Stütze der Konjunktur
Wesentliche Impulse kamen von der Binnenwirtschaft. Die Konsumausgaben privater Haushalte legten zu und profitierten unter anderem von stabileren Einkommen und einer moderateren Preisentwicklung. Auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen weiter an und wirkten konjunkturstabilisierend.
Außenhandel belastet die Entwicklung
Dämpfend auf das Wachstum wirkte erneut der Außenhandel. Die Exporte gingen 2025 zurück, was unter anderem auf die schwache internationale Nachfrage und geopolitische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Die Importe nahmen ebenfalls ab, konnten den Rückgang der Ausfuhren jedoch nicht kompensieren.
Investitionstätigkeit weiterhin rückläufig
Auch die Bruttoanlageinvestitionen entwickelten sich schwach. Sowohl im Bau als auch bei Ausrüstungen blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmen verhalten. Damit fehlten wichtige Wachstumsimpulse für eine kräftigere konjunkturelle Erholung.
Unterschiedliche Entwicklung der Wirtschaftsbereiche
Die Bruttowertschöpfung zeigte 2025 ein uneinheitliches Bild. Während Teile des Dienstleistungssektors Zuwächse verzeichneten, blieb die wirtschaftliche Leistung im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt sank die Bruttowertschöpfung leicht, trotz des positiven BIP-Ergebnisses.
Perspektive
Das leichte Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 signalisiert eine Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage, stellt jedoch noch keine durchgreifende Erholung dar. Für eine nachhaltige Stärkung der Konjunktur bleiben Investitionen, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit sowie verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen entscheidend.
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