Deutscher Außenhandel mit schwächerem Jahresauftakt
Der deutsche Außenhandel hat im Januar 2026 einen Dämpfer erhalten. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 130,5 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert. Gegenüber Dezember 2025 entspricht das einem Rückgang von 2,3 Prozent. Die Importe entwickelten sich noch schwächer. Sie sanken im selben Zeitraum um 5,9 Prozent auf 109,2 Milliarden Euro.
Trotz der rückläufigen Handelsströme erhöhte sich der Außenhandelsüberschuss. Die Handelsbilanz schloss im Januar mit einem Plus von 21,2 Milliarden Euro, nach 17,4 Milliarden Euro im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Exporte lagen 0,6 Prozent über dem Niveau von Januar 2025, während die Importe 4,0 Prozent niedriger ausfielen.
Deutlich schwächerer Handel mit EU-Staaten
Besonders stark gingen die Handelsströme mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zurück. Die Exporte in die EU sanken im Januar um 4,8 Prozent auf 71,6 Milliarden Euro, die Importe aus der EU um 6,5 Prozent auf 55,6 Milliarden Euro. Innerhalb der Eurozone betrugen die deutschen Ausfuhren 50,1 Milliarden Euro, während Waren im Wert von 37,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern eingeführt wurden.
Drittstaaten entwickeln sich stabiler
Stabiler zeigte sich der Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union. In diese sogenannten Drittstaaten wurden Waren im Wert von 58,8 Milliarden Euro exportiert – ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Importe aus diesen Ländern gingen hingegen um 5,3 Prozent auf 53,6 Milliarden Euro zurück.
Die Vereinigten Staaten blieben im Januar der wichtigste Abnehmer deutscher Waren. Dorthin wurden Güter im Wert von 13,2 Milliarden Euro exportiert, ein Anstieg von 11,7 Prozent gegenüber Dezember. Die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich sanken auf 6,8 Milliarden Euro, während die Exporte nach China deutlich um 13,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurückgingen.
China wichtigstes Importland
Bei den Importen blieb China der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro wurden von dort eingeführt, allerdings 8,3 Prozent weniger als im Vormonat.
Auch die Importe aus den USA gingen zurück und lagen bei 7,2 Milliarden Euro. Zuwächse gab es hingegen bei den Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich, die auf 3,0 Milliarden Euro stiegen.
Unbereinigte Werte ebenfalls rückläufig
In nicht kalender- und saisonbereinigter Betrachtung wurden im Januar Waren im Wert von 121,7 Milliarden Euro exportiert und 105,1 Milliarden Euro importiert. Gegenüber Januar 2025 entspricht das einem Rückgang der Exporte um 2,7 Prozent und der Importe um 6,4 Prozent. Der unbereinigte Außenhandelsüberschuss belief sich auf 16,6 Milliarden Euro und lag damit über dem Vorjahreswert von 12,8 Milliarden Euro.