Deutschland-China-Handel: Importe legen zu, Exporte gehen deutlich zurück
Dadurch vergrößerte sich das Handelsdefizit Deutschlands gegenüber China erheblich. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
China bleibt wichtigster Importpartner
Von Januar bis Mai 2026 importierte Deutschland Waren im Wert von 72,4 Milliarden Euro aus China. Das entspricht einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. China bleibt damit der wichtigste Lieferant für den deutschen Markt.
Zu den bedeutendsten Importgütern zählen Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse, elektrische Ausrüstungen und Maschinen. Bei zahlreichen Produkten – etwa Laptops, Smartphones, Lithium-Ionen-Akkus oder Photovoltaikmodulen – stammt ein erheblicher Teil der deutschen Einfuhren aus China.
Deutsche Exporte nach China rückläufig
Im gleichen Zeitraum sanken die deutschen Exporte nach China um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro. Exportiert wurden vor allem Maschinen, Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse sowie Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Fahrzeugen und Fahrzeugteilen aus. Deren Ausfuhrwert lag mehr als ein Viertel unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch die Maschinenexporte gingen zweistellig zurück, während die Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten nahezu stabil blieben.
Handelsdefizit wächst deutlich
Die Kombination aus steigenden Importen und sinkenden Exporten führte zu einer deutlichen Ausweitung des deutschen Handelsdefizits gegenüber China. Der Importüberschuss erhöhte sich in den ersten fünf Monaten 2026 auf 42,8 Milliarden Euro, nachdem er im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 33,5 Milliarden Euro betragen hatte.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die weiterhin enge wirtschaftliche Verflechtung beider Länder, zugleich aber auch die zunehmende Schieflage im bilateralen Warenhandel.