13.01.2026Einkaufspraxis

Einkauf 2026: Resilienz und Digitalisierung als zentrale Erfolgsfaktoren im Mittelstand

Globale Krisen, volatile Lieferketten sowie neue Gesetze und steigende Regulierung stellen den Mittelstand 2026 vor enorme Herausforderungen. Strategisches Lieferantenmanagement, digitale Prozesse und Echtzeit-Daten machen den Einkauf zum Motor für Stabilität und Wachstum.
Digitale Beschaffungsprozesse, transparente Lieferketten und datenbasierte Entscheidungen machen den Einkauf im Mittelstand 2026 zum zentralen Hebel für Resilienz und Wachstum. © Supatman/iStock

Einkauf im Mittelstand: Vom Kostenfaktor zum Steuerungszentrum

Volatile Lieferketten, steigende Regulierung und anhaltende globale Unsicherheiten prägen den Einkauf im Mittelstand auch 2026. Lieferketten müssen nicht nur stabil, sondern auch nachhaltig und transparent sein. Gleichzeitig steigt der Druck für die Unternehmen, digitale Lösungen und Automatisierung voranzutreiben, um Risiken zu minimieren und Effizienz zu steigern. Der Einkauf entwickelt sich damit immer mehr vom reinen Kostenfaktor zum strategischen Steuerzentrum für Resilienz und Wachstum.

Mittelstandsbarometer: Digitales Lieferantenmanagement ein Must-have für den Einkauf

Auch das „Einkaufsbarometer Mittelstand 2025", das Onventis und BME gemeinsam veröffentlicht haben, macht deutlich: Wer 2026 erfolgreich sein will, muss Prozesse digitalisieren, Risiken aktiv managen und Lieferanten strategisch einbinden. Die Umfrageergebnisse zeigen, welche zentralen Handlungsfelder für den Einkauf im Mittelstand im Kalenderjahr 2026 hohe Priorität genießen. So ist u.a. die stetig wachsende Bedeutung eines professionellen Supplier Managements eine zentrale Erkenntnis der Studie. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse des Mittelstandsbarometers im Überblick:

  • Strategisches Supplier Management: 88,9 Prozent der Befragten sehen die schnelle Integration neuer Lieferanten als Wachstumstreiber.
  • Digitalisierung: 80,6 Prozent erkennen im Lieferantenmanagement den größten Digitalisierungsbedarf, 46,6 Prozent halten ihre Systeme für unzureichend beim Risikomanagement.
  • Zusammenarbeit und Transparenz: 81,5 Prozent setzen auf Echtzeit-Kommunikation und Plattformlösungen zur Stärkung der Resilienz.
  • KI und Automatisierung: 78,3 Prozent erwarten Effizienzgewinne, 63,3 Prozent nutzen KI für Innovation und bessere Zusammenarbeit.
  • Nachhaltigkeit: 65,6 Prozent integrieren ESG-Kriterien fest in ihre Beschaffungsstrategie.

7. Einkaufsforum Mittelstand: Austausch und Praxisimpulse in Mannheim

Diese und andere mittelstandsrelevanten Aspekte und Themen werden intensiv diskutiert beim „7. Einkaufsforum Mittelstand“ vom 2. bis 3. März 2026 in Mannheim. Die Veranstaltung greift aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse gezielt auf und bietet praxisnahe Einblicke.

Die Teilnehmer können sich u.a. auf folgende Programminhalte freuen:

  • Vom Krisenmodus zur strategischen Neuausrichtung: Praxisbericht von Kässbohrer Geländefahrzeug
  • Politischer Impuls: „Strategien für Resilienz, Wachstum und den Weg nach vorn“ mit Kirsten Schoder-Steinmüller, Vizepräsidentin der Deutschen Industrie- und Handelskammer und Geschäftsführende Gesellschafterin der Schoder GmbH
  • Mehr Einsparungen durch KI im Einkauf: Erfahrungsbericht von Klaus Warmbrunn, Leiter Einkauf der Vogelsang GmbH & Co. KG

Nutzen auch Sie die Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zur aktiven Gestaltung des Einkaufs 2026!

Ihre Kontaktperson

Eva-Maria Winteroll
Innovation & Produktentwicklung International