Einkaufsmanagerindex: Leichtes Nachfrageplus führt zu moderatem Produktionsanstieg
Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im Juni gegenüber Mai 2026 einen leichten Produktionsanstieg verzeichnet. Gründe dafür waren der Abbau von Auftragsbeständen sowie ein geringfügiger Anstieg der Auftragseingänge. Das Neugeschäft zog wieder an, nachdem es im Mai erstmals seit fünf Monaten rückläufig gewesen war. Umfrageteilnehmende begründeten den Anstieg mit mehr Auftragseingängen aus der Rüstungs- und Technologiebranche sowie mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen seitens einiger Unternehmen.
Der gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte S&P Global Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) - ein Indikator für das Geschäftsklima - notierte im Juni 2026 mit 50,3 Punkten knapp über dem Wert des Vormonats (50,1 Punkte). Damit bleibt der EMI minimal über der 50-Punkte-Marke, die Stagnation signalisiert.
Druck auf Kosten und Lieferketten bleibt hoch
Die Hersteller sahen sich aufgrund des anhaltenden Nahost-Konfliktes im Juni dieses Jahres wieder mit unterbrochenen Lieferketten und einem starken Anstieg der Einkaufspreise konfrontiert. Lieferverzögerungen und Kostendruck verringerten sich allerdings etwas gegenüber den Höchstständen vom Mai. Die Befragten begründeten den Kostenanstieg mit höheren Preisen für Energie, Transport und für eine Vielzahl von Rohstoffen seit Ausbruch des Krieges. Preisrückgänge gab es den Angaben zufolge allerdings ebenfalls bei einigen Gütern aufgrund des fallenden Ölpreises. Infolgedessen schwächte sich die Inflationsrate der Einkaufs- und Erzeugerpreise auf den tiefsten Stand seit drei Monaten ab.
Geschäftsklima hellt sich vorsichtig auf
Die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe ging zum Ende des zweiten Quartals 2026 erneut zurück. Das Tempo des Abbaus verlangsamte sich etwas gegenüber Mai, blieb aber vergleichsweise hoch. Die Stimmung der Hersteller verbesserte sich dagegen gegenüber dem Tief vom April weiter. Einige Befragten begründeten die vorsichtig optimistische Tendenz mit der Erwartung eines Nachfrageschubs und dadurch höheren Ausgaben für die Verteidigung.
Die wichtigsten Ergebnisse im Konsumgüterbereich
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Geringere Rückgänge bei Fertigung, Neuaufträgen, Beschäftigung und Einkaufsmenge
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Inflationsrate der Verkaufspreise steigt auf 40-Monatshoch
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Geschäftsausblick bleibt verhalten
Die wichtigsten Ergebnisse im Vorleistungsgüterbereich
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Produktion wächst wieder
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Exporte schrumpfen erstmals seit drei Monaten
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Einkaufspreise steigen mit schwächster Rate seit vier Monaten
Die wichtigsten Ergebnisse im Investitionsgüterbereich
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Plus bei Auftragseingängen führt zu Produktionsanstieg
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Stärkster Stellenabbau seit sechs Monaten
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Geschäftsausblick hellt sich weiter auf
Über den EMI: Der S&P Global Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) e.V. Er beruht auf der Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ für die deutsche Wirtschaft nach Branche, Größe und Region ausgewählt wurden. Erstellt wird der EMI vom US-amerikanischen Finanzdienstleister S&P Global. Er orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager’s Index (PMI).
Weiter Infos zum EMI: S&P Global Einkaufsmanagerindex™ Deutschland (EMI) — BME