02.03.2026Presse

Einkaufsmanagerindex signalisiert erstes Wachstum seit 44 Monaten

Deutliches Wachstum bei Produktion und Auftragseingängen +++ Geschäftsaussichten auf höchstem Stand seit vier Jahren +++ Einkaufspreise steigen auf 38-Monatshoch
Der HCOB Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im Februar 2026 erstmals seit 44 Monaten wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten – getragen von einer stärkeren Produktion und mehr Neuaufträgen. © Galeanu Mihai/iStock

Ein deutliches Plus bei der Produktion und die steigende Anzahl an Neuaufträgen sind die Hauptursachen dafür, dass der gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) - ein Indikator für das Geschäftsklima - im Februar 2026 erstmals seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder in der Wachstumszone notierte. Der EMI erreichte 50,9 Punkte nach 49,1 Punkten im Januar. Einfluss auf die positive Entwicklung hatte zudem ein langsamerer Rückgang bei der Beschäftigung.

Die Produktion wurde im Februar das zweite Mal in Folge ausgeweitet, die Zuwachsrate beschleunigte sich auf den höchsten Stand seit September 2025. Getragen wurde der Aufschwung vor allem vom Investitionsgüterbereich. Ein Plus verzeichneten allerdings auch die Hersteller von Vorleistungsgütern.

Bei den Neuaufträgen zog den Umfrageteilnehmende zufolge die Nachfrage aus dem In- und Ausland deutlich an. Der Index notierte auf dem höchsten Stand seit fast vier Jahren.

Optimismus der Einkaufsmanager steigt   

Die Geschäftsaussichten haben sich im Februar dieses Jahres zum vierten Mal in Folge verbessert und erreichten den höchsten Stand seit Februar 2022. Optimistisch äußerten sich die Marktteilnehmenden hinsichtlich der allgemeinen Marktlage und der Entwicklung neuer Produkte.

Einkaufspreise steigen deutlich

Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass der Kostendruck für die Hersteller weiter zunimmt. So verteuerten sich die Einkaufspreise so stark wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Verantwortlich waren dafür höhere Rohstoffpreise (insbesondere Metalle und Elektronik), Energiekosten, Lohnsteigerungen sowie der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM). Zudem zogen die Erzeugerpreise erstmals seit vier Monaten geringfügig wieder an.

Die wichtigsten Ergebnisse im Konsumgüterbereich

  • Rückgänge bei Produktion und Auftragseingang
  • Beschäftigung und Einkaufsmenge rückläufig, Bestände wachsen
  • Kosteninflation steigt auf 39-Monatshoch

Die wichtigsten Ergebnisse im Vorleistungsgüterbereich

  • Produktion steigt durch Umsatzwachstum
  • Vormateriallager wachsen erstmals seit mehr als drei Jahren
  • Stellenabbau schwächst sich ab

Die wichtigsten Ergebnisse im Investitionsgüterbereich

  • Plus bei Auftragseingängen, Fertigung, Exportaufträgen und Einkaufsmenge
  • Erster Anstieg der Verkaufspreise seit Dezember 2023
  • Geschäftsaussichten auf höchstem Stand seit vier Jahren

Über den EMI:
Der HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) e.V. Er beruht auf der Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ für die deutsche Wirtschaft nach Branche, Größe und Region ausgewählt wurden. Erstellt wird der EMI vom US-amerikanischen Finanzdienstleister S&P Global. Er orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager’s Index (PMI).

Weitere Infos zum EMI

Einkaufsentscheider können durch Nutzung des EMI treffsicher den Trend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erkennen. Sie profitieren vor allem von den differenzierten Marktindikatoren, aus denen sich der EMI zusammensetzt. Ob für Verhandlungen, für das Reporting gegenüber der Geschäftsleitung oder für die tiefergehende Analyse in den Einkaufsabteilungen – die Marktindikatoren des EMI bieten eine fundierte Datenbasis.

Ihre Kontaktperson

Bianka Blankenberg
Pressesprecherin