04.05.2026Veranstaltungen

European Defence Supply 2026: Starke Impulse für resiliente Verteidigungs-Lieferketten

Die European Defence Supply 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie entscheidend leistungsfähige und vernetzte Lieferketten für Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit sind. Der BME war vor Ort und brachte sich aktiv in den hochrangigen Austausch ein.
Paneldiskussion auf der European Defence Supply 2026: Hochrangige Vertreter aus Militär, Industrie und Beratung diskutierten am 29. April in München, wie sich strategische Ziele in konkrete Maßnahmen zur Stärkung resilienter Verteidigungs-Lieferketten in Europa übersetzen lassen. © BME e.V.

Lieferketten im Fokus der Verteidigungsfähigkeit

Auf dem Sicherheits- und Verteidigungssektor rücken leistungsfähige Lieferketten verstärkt in den Blickpunkt: Vor diesem Hintergrund vertrat der BME die Plattform SVI-Connect.com auf der European Defence Supply Conference 2026, die am 28. und 29. April in München stattfand. Mit mehr als 350 Teilnehmern aus der internationalen Verteidigungsindustrie bot die Konferenz einen gezielten und hochrangigen Austausch über die Zukunft von Sicherheit und Resilienz entlang der Lieferketten im Verteidigungsbereich.

Neue Bedrohungslagen erfordern strategisches Umdenken

In seiner Keynote betonte General (a. D.) Chris Badia, dass das heutige Sicherheitsumfeld nicht mehr binär sei. Hybride, konventionelle und nukleare Bedrohungen machten einen klaren strategischen Fokus auf Interoperabilität, Harmonisierung und Standardisierung erforderlich. Der entscheidende Vorteil liege in der Überlegenheit bei Informationen, Entscheidungsprozessen und Einsatzfähigkeit in allen fünf Domänen, wobei der Weltraum und der Cyberbereich von besonderer Relevanz seien.

Innovation braucht Geschwindigkeit und Skalierung

Michael Bender (BAAINBw) beleuchtete die industrielle und innovationsbezogene Perspektive und betonte, dass Innovation nur durch schnelle Skalierbarkeit relevant werde. Geschwindigkeit, vernetzte Plattformen, Datenhoheit, Interoperabilität sowie eine stärkere Konsolidierung auf EU-Ebene seien zentrale Erfolgsfaktoren, insbesondere im Kontext von Robotik und autonomen Systemen.

Beitrag des BME zur Stärkung der Resilienz

Aus Sicht des BME unterstrich Mirjam Zeller, Leiterin des Kompetenzzentrums für Verteidigungsbeschaffung, die Bedeutung von Aufbauleistungen und Nachhaltigkeit für die Verteidigungsfähigkeit: „Gesicherte Lieferketten sind eine zentrale Voraussetzung für Resilienz. SVI-Connect.com leistet als spezialisierte Plattform für die Vermittlung direkter Produktionsmaterialien in der Verteidigungsindustrie einen konkreten Beitrag zur Stärkung robuster Lieferketten.“

Gemeinsames Verständnis für Europas Sicherheit

Die Konferenz machte deutlich: Industrielle Stärke, geeignete politische Rahmenbedingungen und ein koordiniertes Vorgehen auf EU- und NATO-Ebene müssen aufeinander abgestimmt und eng verzahnt werden. Nur so lassen sich glaubwürdige und nachhaltige Verteidigungsfähigkeiten langfristig sicherstellen.

Beschaffung in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: BME Netzwerktreffen Defence (29.-30.06.2026, Eschborn)

Join the Network: Der BME vernetzt Branche, Lieferanten und Politik im Rahmen einer Präsenz-Fachveranstaltung vom 29. bis 30. Juni 2026 in Eschborn. Ziel ist es, die Defence Readiness Deutschlands durch verbesserte Transparenz und Vernetzung in der Lieferkette weiter zu beschleunigen und die Innovationsführerschaft und Versorgungssicherheit für Streitkräfte und Gesellschaft zu gewährleisten.

Ihre Kontaktperson

Mirjam Zeller
Geschäftsführerin BME Marketing GmbH