06.01.2026Politik & Wirtschaft

Fortschritt beim Rüstungs-Upscaling: Plattform „SVI‑Connect“ nimmt Betrieb auf

Ziel ist es, Bedarfe der SVI mit Angeboten anderer industrieller Partner zu verknüpfen und Lieferketten zu diversifizieren. Die Plattform soll einen Beitrag zur Erreichung der Defence Readiness Deutschlands leisten.
Startschuss für SVI-Connect: Gemeinsam vernetzen BME und BDSV die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, um Zulieferer und Bedarfsträger digital zu koppeln, Lieferketten resilienter zu machen und so das Rüstungs-Upscaling zur Stärkung der deutschen Defence Readiness voranzutreiben.© StarLineArts_greenbutterfly/iStock

Das Jahr 2026 bringt für die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie weitere Herausforderungen mit sich. Deshalb müssen alle Weichen so gestellt werden, dass die Bundeswehr in den kommenden Jahren ihre dringend benötigte Ausrüstung erhalten kann.

Dazu bauen die Systemhäuser der Branche wie Rheinmetall, KNDS, Airbus, Hensoldt, Diehl-Defence, MBDA sowie TKMS und NVL ihre Kapazitäten und Produktionsstandorte weiter aus. Gleiches gilt für zahlreiche Zulieferer, die bereits in den angestammten Lieferketten der Systemhäuser etabliert sind. Parallel dazu machen sich viele Unternehmen aus anderen Branchen, u.a. der Automobilzulieferindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektroindustrie, der Metallverarbeitung und aus dem Handwerk bereit, an diesem Upscaling durch das Einbringen geeigneter Ressourcen mitzuwirken.

Zur Unterstützung dieses Prozesses ist die vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) betriebene und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Plattform SVI‑Connect jetzt vollständig live gegangen. SVI-Connect ist ein Kooperationsprojekt vom BME und dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).

Die Matchmaking-Plattform soll den Kapazitäts-Hochlauf der Sicherheits‑ und Verteidigungsindustrie (SVI) über die gesamten Lieferketten branchenübergreifend begleiten und beschleunigen. Ziel ist es, Bedarfe der SVI strukturiert mit Angeboten anderer industrieller Partner zu verknüpfen, Lieferketten zu diversifizieren und die Defence Readiness zu unterstützen.

OEMs, Zulieferer und Industriepartner können sich unter www.svi-connect.com auf der Plattform registrieren.

„Strategischer Einkauf und partnerschaftliches Lieferantenmanagement sind ein wichtiger Hebel, um Deutschland auf Kurs zu bringen: Wer Bedarfe transparent erfasst, Lieferanten strukturiert matcht und Kapazitäten frühzeitig skaliert, verkürzt Durchlaufzeiten und erhöht Verlässlichkeit in der gesamten Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft. SVI‑Connect gibt dem Einkauf strukturiert die Lieferanten-Informationen an die Hand, die es braucht, um gemeinsam mit der Industrie den Hochlauf 2026 konsequent zu leisten“, sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Lars Kleeberg.

„Wir als BDSV haben den Anstoß zu SVI-Connect in der Überzeugung gegeben, dass mit dieser Matchmaking-Plattform Angebote aus anderen Branchen zur Unterstützung des dringend gebotenen Rüstungs-Upscaling in Deutschland leichter sichtbar und nutzbar gemacht werden können. Gleichwohl bleibt es wichtig, dass alle interessierten Unternehmen auch Eigeninitiative entfalten und sich vor allem fragen, an welchen Stellen in den bestehenden Defence-Lieferketten sie sich einbringen können. Dafür sollten sich die Unternehmen bereits heute qualifizieren, wozu die Plattform ebenfalls Anregungen und Hilfestellungen bietet“, erklärt BDSV-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans Christoph Atzpodien.

Begleitend zur Inbetriebnahme der Plattform werden Informationsveranstaltungen für interessierte Unternehmen und Verbände angeboten. Details und Termine werden auf www.svi-connect.com bekanntgegeben.

Über den BME
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) ist der führende Verband und Netzwerkpartner für über 13.000 Einkaufs-, Supply-Chain- und Logistikverantwortliche in Deutschland. Alle Branchen und Sektoren, vom Einzelunternehmen über den Mittelstand bis zum Konzern, sind in der BME-Community vertreten. Das Volumen der von den Mitgliedern beschafften Waren und Dienstleistungen beträgt jährlich rund 1,25 Billionen Euro. Das entspricht knapp einem Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Ziele des BME sind der Know-how-Transfer durch Erfahrungsaustausch, die Forschungsförderung sowie die Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Fach- und Führungskräften. 1954 gegründet, zählt der BME am Standort Eschborn mehr als 100 Beschäftigte.

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