Güterumschlag in deutschen Seehäfen 2025 deutlich gestiegen
Wachstum setzt sich fort
Der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden rund 284,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Damit setzte sich die Erholung im Seeverkehr fort, nachdem bereits 2024 ein moderates Plus verzeichnet worden war.
Vor allem der Güterempfang aus dem Ausland entwickelte sich dynamisch: Er nahm um 5,3 Prozent auf 171,1 Millionen Tonnen zu. Demgegenüber fiel das Wachstum beim Versand ins Ausland mit einem Plus von 0,5 Prozent deutlich schwächer aus.
Importentwicklung prägt Gesamtbild
Die Entwicklung im Seeverkehr wurde 2025 maßgeblich durch steigende Importmengen beeinflusst. Insbesondere Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas spielten weiterhin eine wichtige Rolle, auch wenn deren Gesamtvolumen leicht unter dem Vorjahresniveau lag.
Der innerdeutsche Seeverkehr legte zwar prozentual deutlich zu, blieb mit einem vergleichsweise geringen Anteil jedoch von untergeordneter Bedeutung für das Gesamtaufkommen.
Wichtige Handelspartner und Containerverkehr
Die internationalen Handelsbeziehungen im Seeverkehr blieben stabil. Wichtigster Partner waren weiterhin die Vereinigten Staaten, gefolgt von Norwegen und Schweden. Auch China spielte eine zentrale Rolle, insbesondere im Containerverkehr, wo ein erheblicher Anteil des Umschlags auf die Volksrepublik entfiel. Der Containerumschlag entwickelte sich dabei besonders dynamisch und trug wesentlich zum Gesamtwachstum bei.
Resümee: Positive Impulse trotz globaler Unsicherheiten
Trotz geopolitischer Spannungen und konjunktureller Herausforderungen zeigt sich der Seeverkehr insgesamt robust. Die deutschen Seehäfen profitieren weiterhin von ihrer zentralen Rolle im internationalen Handel und konnten ihre Umschlagsleistung 2025 erneut steigern. Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Seehäfen als zentrale Drehscheiben für den Außenhandel und als wichtiger Stabilitätsfaktor für die Logistikketten in Deutschland.