14.08.2026Logistik & Supply Chain

Hamburger Hafen: Umschlag im ersten Halbjahr 2026 rückläufig

Der Hamburger Hafen hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 56,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Damit lag das Ergebnis 3,1 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Besonders der Container- und Massengutumschlag entwickelten sich rückläufig.
Containerterminals im Hamburger Hafen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 4,0 Millionen TEU umgeschlagen. Insgesamt lag der Güterumschlag mit 56,1 Millionen Tonnen 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. © Tholer/iStock

56,1 Millionen Tonnen Gesamtumschlag

Die Hamburg Port Authority hat die Umschlagszahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Demnach blieb der Gesamtumschlag des Hamburger Hafens mit 56,1 Millionen Tonnen um 3,1 Prozent hinter dem Wert des Vorjahreszeitraums zurück. Nach witterungsbedingten Einbußen zu Jahresbeginn konnten die Rückstände bis zum Ende des ersten Quartals weitgehend aufgeholt werden. Im weiteren Jahresverlauf wirkten sich unter anderem Modernisierungsmaßnahmen an den Terminals sowie veränderte Energiemärkte auf die Entwicklung aus.

Containerumschlag bei 4,0 Millionen TEU

In den ersten sechs Monaten wurden rund 4,0 Millionen TEU umgeschlagen. Damit lag der Containerumschlag unter dem Vorjahresniveau. Laufende Modernisierungsmaßnahmen führten im zweiten Quartal zeitweise zu reduzierten Terminalkapazitäten.

Uneinheitlich entwickelte sich der Containerhandel mit den wichtigsten Handelspartnern. Zuwächsen unter anderem mit Singapur, Finnland, Indien und Marokko standen Rückgänge beim Umschlag mit den USA, China und Großbritannien gegenüber.

Massengut unter Vorjahresniveau

Der Massengutumschlag erreichte 15,9 Millionen Tonnen und lag damit 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während das trockene Massengut um 4,2 Prozent zulegte, ging der Umschlag von flüssigem Massengut um 14,0 Prozent zurück. Insbesondere geringere Importe von Mineralölprodukten sowie rückläufige Biodiesel-Umschläge belasteten die Entwicklung. Zuwächse bei Erzimporten und Getreideexporten wirkten dem entgegen.

Konventionelles Stückgut ebenfalls rückläufig

Beim konventionellen Stückgut wurden 535.000 Tonnen umgeschlagen. Das entspricht einem Rückgang von 5,0 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem geringere Exporte von Stahlerzeugnissen. Der Rückgang fiel damit allerdings geringer aus als noch zum Ende des ersten Quartals. Insgesamt spiegeln die Zahlen ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld sowie die laufenden Modernisierungsprozesse im Hamburger Hafen wider.

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