20.03.2026Politik & Wirtschaft

Industrie unterstützt Rüstungs-Upscaling: Hohe Beteiligung auf Plattform „SVI Connect“

Die Plattform matched Bedarfe der SVI mit Angeboten anderer industrieller Partner und trägt zur Diversifizierung von Lieferketten bei.
Rüstungsproduktion im Fokus: Mit wachsender Nachfrage nach militärischer Ausrüstung gewinnt für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie die gezielte Vernetzung von Zulieferern über „SVI Connect“ stetig an Bedeutung. © Michele Ursi/iStock

Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen machen sehr deutlich, dass die Vollausstattung der Bundeswehr bis 2029 zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie das gelingen kann, diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei einem Gipfel zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) in Deutschland gestern im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Berlin. 

Thema der Veranstaltung war u.a., wie die vom BMWE geförderte Plattform „SVI‑Connect“, ein Kooperationsprojekt vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), zum Rüstungs-Upscaling beitragen kann.

„Der Dialog hat gezeigt: es ist von entscheidender Bedeutung, neue Unternehmen als Partner für die SVI zu gewinnen. Die Plattform SVI-Connect bietet die Voraussetzung dafür, dass diesen Unternehmen der Markteintritt besser gelingt”, sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Lars Kleeberg.

SVI‑Connect soll den Kapazitäts-Hochlauf der SVI über die gesamten Lieferketten branchenübergreifend begleiten und beschleunigen. Die Plattform schafft Marktübersicht, adressiert die Industrie auf Warengruppenebene und unterstützt den Einkauf bei der Diversifizierung, Differenzierung und Neuidentifizierung von Partnern. Der Fokus liegt primär auf der Zielgruppe der Tier 2- und Tier 3-Lieferanten, da dort ein besonders hohes Potenzial dafür besteht, die Systemhäusern und deren Tier 1-Lieferanten beim Upscaling zu unterstützen.

Chancen für den Mittelstand  

„Der Zulauf ist enorm. Inzwischen haben sich rund 1.400 User registriert, täglich kommen etwa 20 dazu”, sagt Olaf Holzgrefe, Projektverantwortlicher der Defence-Plattform beim BME. Erfreulich sei, dass mehr als 80% der registrierten Unternehmen KMU sind. „SVI-Connect unterstützt die Sichtbarkeit des Mittelstands und rückt dadurch fortlaufend neue Unternehmen in den Fokus der SVI-Industrie", so Holzgrefe.

Die Plattform wird stetig weiterentwickelt. So hat das Feedback der User z.B. dazu geführt, dass ein Kommunikationstool für anonymen Erstkontakt eingeführt wurde. Zudem wird ein übergreifender Infohub für Termine, Informationsmaterialien und Links von BME, BDSV und weiteren, die Plattform unterstützenden Verbände, aufgebaut (u.a. BDI, BDLI, DIHK und ZVEI). In Planung ist zudem die Erweiterung der Warengruppen um Logistik und Logistikdienstleistungen.

OEMs, Zulieferer und Industriepartner können sich unter SVI-Connect: SVI-Vernetzungsplattform auf der Plattform registrieren.

SAVE THE DATE:  

SVI-Connect auf der Hannover Messe  

Mit der neuen Defence Production Area in Halle 26 rückt 2026 erstmals die sicherheits- und verteidigungsrelevante Industrie mit ihren Produktions- und Technologielösungen in den Mittelpunkt der weltweit größten Industriemesse.

BME und BDSV werden am 20.4.2026, 13:00 Uhr, die SVI‑Connect-Plattform vorstellen und erste Best Practices zu SVI-Connect präsentieren, gefolgt von einer B2B-Networking-Session mit Matchmaking-Charakter im Solution Lab des Defense Pavillons.

Um 14:00 Uhr ist ein Empfang mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius geplant.

Anmeldung: presse@bme.de

Ihre Kontaktpersonen

Bianka Blankenberg
Pressesprecherin
Olaf Holzgrefe
Leiter International Business & Affairs
Mirjam Zeller
Geschäftsführerin BME Marketing GmbH