Kontraktlogistik als Wettbewerbsfaktor: So unterstützt der Einkauf die Versorgungssicherheit
Ein Praxisbeispiel für das Zusammenspiel von Einkauf und Logistik ist das europäische Distributionszentrum von Henkel Adhesive Technologies in Bönen. Der Logistikdienstleister TST hat dort rund 35 Millionen Euro in ein 57.000 Quadratmeter großes Gefahrstofflager investiert. In dem hochmodernen Gefahrstofflager im Herzen Nordrhein-Westfalens wird ein Großteil der europäischen Klebstofflogistik für den Weltmarktführer gebündelt.
Der Standort ist strategisch gewählt: Die direkte Anbindung an die A2 und der Zugang zum Schienennetz schaffen gute Voraussetzungen für eine leistungsfähige und nachhaltige Distribution. Gleichzeitig sorgen zentrale Bestände, standardisierte Prozesse sowie Digitalisierung und Automatisierung für mehr Transparenz, Qualität und Kosteneffizienz. „Durch die weitere Automatisierung steigern wir die Qualität unserer Lieferungen und werden auch kosteneffizienter“, sagt Martin Heider, Head of Logistics Procurement Germany bei Henkel.
Für den Einkauf zeigt das Beispiel: Kontraktlogistik ist mehr als die Auslagerung von Lager- und Transportleistungen. Ein leistungsfähiger Partner kann dazu beitragen, Kosten zu optimieren, Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Supply Chain resilienter zu machen. Entscheidend ist daher nicht nur der Preis, sondern der Beitrag des Logistikpartners zur gesamten Wertschöpfungskette. Kontraktlogistik schafft damit die Grundlage für eine enge Verzahnung von Beschaffung, Produktion und Vertrieb und entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Unternehmen sichern sich dadurch nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch mehr Transparenz, Versorgungssicherheit und Kundennähe.
Wie solche Partnerschaften in der Praxis funktionieren, zeigt das Fachforum „Best Practices in Logistik und SCM: Wie Entscheider Erfolgsgeschichten schreiben“ am 24. September im TST-Logistikzentrum in Bönen.
Der BME ist als Veranstaltungspartner gemeinsam mit dem Veranstalter, der LOGISTIK HEUTE, vor Ort.