09.07.2026Veranstaltungen

Maritime Sicherheit beginnt in der Lieferkette

Warum die SMM 2026 zum Treffpunkt für Einkauf, Defence und Innovationspartnerschaften wird
Die SMM in Hamburg ist die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft. Mit dem neuen Schwerpunkt Maritime Security & Defence wird sie 2026 auch zum zentralen Treffpunkt für Beschaffung, Industrie und resiliente Lieferketten. © Hamburg Messe und Congress / Alexander Wöckener

Die SMM 2026: Weltleitmesse mit neuem Defence-Schwerpunkt

Wenn Anfang September die SMM vom 01. bis 04.09.2026 in Hamburg ihre Tore öffnet, trifft sich die internationale maritime Wirtschaft an einem Ort. Mit mehr als 2.200 Ausstellern und rund 50.000 Fachbesuchern aus aller Welt gilt die SMM als Weltleitmesse der maritimen Industrie und als zentraler Marktplatz für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

Gleichzeitig setzt die Messe 2026 einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Maritime Security & Defence. In Halle B8 entsteht mit der MS&D Expo und der Naval Stage erstmals ein eigener Bereich, der maritime Sicherheit, Verteidigung, Beschaffung und industrielle Leistungsfähigkeit zusammenführt. Hier treffen Marinen, Beschaffungsbehörden, Werften, Systemhäuser, Technologieanbieter und Zulieferer aufeinander.

Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Die maritime Sicherheits- und Verteidigungsindustrie befindet sich europaweit in einer Phase des Hochlaufs. Steigende Verteidigungsbudgets, neue sicherheitspolitische Anforderungen und der Ausbau maritimer Fähigkeiten führen zu einer deutlich höheren Nachfrage. Gleichzeitig werden die Engpässe sichtbar: begrenzte Werftkapazitäten, Fachkräftemangel, komplexe Lieferketten und die Herausforderung, neue Technologien schneller in bestehende Systeme zu integrieren. Europa braucht nicht nur neue Fähigkeiten – Europa braucht auch die industriellen Kapazitäten, diese Fähigkeiten zuverlässig bereitzustellen.

Gerade deshalb rückt der Einkauf zunehmend in den Mittelpunkt. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr allein, welche Systeme in Zukunft benötigt werden, sondern wie diese in ausreichender Geschwindigkeit und Qualität beschafft, produziert und über belastbare Lieferketten abgesichert werden können. Procurement wird damit zu einem strategischen Erfolgsfaktor für die maritime Verteidigungsfähigkeit Europas.

Beschaffung wird zum strategischen Erfolgsfaktor

„Maritime Sicherheit wird häufig aus der Perspektive von Schiffen, Systemen und Fähigkeiten betrachtet. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch oft dahinter: in den Lieferketten. Wenn wir maritime Verteidigungsfähigkeit in Europa nachhaltig stärken wollen, müssen wir Beschaffung, Industrie und Innovation deutlich enger zusammenbringen. Genau dafür schaffen SMM, der BME Buyers’ Day und SVI-Connect eine gemeinsame Plattform“, betont Mirjam Zeller, Leiterin Competence Center Defence Procurement beim BME.

Defence Supply Chain Panel bringt Industrie und Einkauf zusammen

Vor diesem Hintergrund veranstalten BME und BDSV am 1. September 2026 auf der Naval Stage in Halle B8 den „Defence Supply Chain Panel – Bridging the Gap: Maritime Defence Industry meets Procurement & Supply Chain“. Die Veranstaltung ist Teil des offiziellen Programms der SMM und bringt Entscheidungsträger aus Beschaffungsorganisationen, Industrie, Werften, Zulieferunternehmen, Innovationsökosystemen sowie Vertreter aus dem Dual-Use-Umfeld zusammen. Ziel ist es, die zentralen strukturellen Herausforderungen der maritimen Defence Supply Chain zu diskutieren und insbesondere die Brücke zwischen „Old Defence“ und „New Defence“ zu schlagen.

Drei Herausforderungen für die maritime Defence Supply Chain

Im Mittelpunkt stehen drei Themenfelder, die derzeit die Branche bewegen:

Kapazitäten und Resilienz: Wie können Werften, Zulieferer und Industriepartner die steigende Nachfrage bewältigen? Welche Ansätze helfen dabei, Lieferketten robuster und skalierbarer zu machen?

Neue Technologien und Beschaffung: Software-definierte Verteidigung, autonome maritime Systeme und Dual-Use-Technologien verändern die Anforderungen an Beschaffung und Lieferketten grundlegend. Die Integration neuer Technologien und neuer Marktteilnehmer wird zu einem wesentlichen Wettbewerbs- und Sicherheitsfaktor.

Transparenz und Matching: Bedarfsträger suchen qualifizierte Lieferanten, während innovative Unternehmen den Zugang zu etablierten Defence-Lieferketten suchen. Transparenz über Kompetenzen, Kapazitäten und Anforderungen wird damit zum Schlüssel für schnellere und resilientere Wertschöpfungsketten.

SVI-Connect schafft Transparenz und neue Partnerschaften

Genau hier setzt SVI-Connect an. Die von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte und gemeinsam von BME und BDSV betriebene Plattform schafft Transparenz entlang der Sicherheits- und Verteidigungslieferketten, bringt Bedarfsträger und qualifizierte Lieferanten zusammen und unterstützt insbesondere neue sowie Dual-Use-Unternehmen dabei, Marktzugangsbarrieren zu überwinden und Teil relevanter Wertschöpfungsnetzwerke zu werden. Das Ziel ist klar: den Zugang zu qualifizierten Partnern verbessern und die Resilienz der europäischen Defence-Lieferketten nachhaltig stärken.

„Wir erleben aktuell einen Paradigmenwechsel: Neben den etablierten Akteuren drängen zunehmend innovative und Dual-Use-orientierte Unternehmen in den Defence-Markt. Damit aus Potenzial konkrete Lieferfähigkeit wird, braucht es Transparenz, Matching und Vertrauen. SVI-Connect schafft genau diese Verbindung zwischen Bedarfsträgern und qualifizierten Partnern“, erklärt Olaf Holzgrefe, Projektverantwortlicher von SVI-Connect beim BME.

Die SMM als Plattform für Europas maritime Zukunft

Die SMM bietet für diesen Dialog den idealen Rahmen. Nirgendwo sonst treffen maritime Industrie, Beschaffung, Politik, Technologieanbieter und internationale Entscheidungsträger in vergleichbarer Dichte aufeinander. Die unmittelbare Nähe von Werften, Systemhäusern, Beschaffungsorganisationen und Innovationsanbietern schafft einen Raum, in dem aus Diskussionen konkrete Partnerschaften entstehen können. Genau diese Verbindung von Markt, Technologie und Beschaffung macht die SMM 2026 zu einem Pflichttermin für alle, die die Zukunft maritimer Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit aktiv mitgestalten wollen.

Weitere Informationen zur SMM 2026 erhalten Sie hier auf der offiziellen Webseite.

Informationen und Anmeldung zum Defence Supply Chain Panel hier.

Für die BME-Community steht ein begrenztes Kontingent an vergünstigten Dauer-Besuchertickets für die SMM 2026 zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an mirjam.zeller@bme.de.

Ihre Kontaktpersonen

Mirjam Zeller
Geschäftsführerin BME Marketing GmbH
Olaf Holzgrefe
Leiter International Business & Affairs