Rohstofftour nach Südafrika: Neue Lieferanten für kritische Rohstoffe erschließen
Die Sicherung kritischer Rohstoffe gehört für viele deutsche Unternehmen zu den drängendsten Aufgaben im Einkauf. Geopolitische Abhängigkeiten, steigende Nachfrage durch Batterie- und Elektromobilität sowie volatile Lieferketten machen es notwendig, neue Bezugsquellen zu erschließen.
Eine Antwort darauf bietet die Rohstofftour nach Südafrika, die vom 7. bis 12. Februar 2027 stattfindet. Interessierte Einkäufer können sich vorab bei einem Informations-Webinar am 22. Oktober 2026 (14:30–15:30 Uhr) über die Rahmenbedingungen vor Ort, das Programm und die Teilnahmebedingungen informieren.
Südafrika als Schlüsselakteur
Südafrika verfügt über die weltweit größten Reserven an Platingruppenmetallen, Mangan und Chromit; hinzu kommen bedeutende Vorkommen von Vanadium, Titanmineralien und Zirkon. Zugleich setzt das Land verstärkt auf lokale Wertschöpfung: Verarbeitung, Raffination und industrielle Weiterverarbeitung sollen ausgebaut werden, insbesondere für die Batterie- und Elektromobilitätswirtschaft. Für deutsche Unternehmen entstehen dadurch Chancen weit über den reinen Rohstoffbezug hinaus – etwa bei Technologiekooperationen, Bergbauausrüstung, Automatisierung und Digitalisierung.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK Südliches Afrika), in Zusammenarbeit mit dem BME und enviacon, führt die Reise im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) als projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durch.
Das Programm
Die Reise beginnt am 7. Februar in Kapstadt mit Delegationsbriefing, Markt- und Finanzierungsinformationen sowie einem Networking-Empfang. Am 8. Februar steht der Besuch der Bergbaumesse Mining Indaba samt B2B-Gesprächen auf dem Programm. Am 9. Februar folgt die Konferenz „Germany meets Africa Day“ zu kritischen Rohstoffen. Nach einem Business Breakfast mit Unternehmenspräsentationen und weiteren B2B-Gesprächen am 10. Februar reist die Delegation nach Johannesburg weiter. Dort stehen am 11. und 12. Februar Besuche von Bergbau-, Verarbeitungs- und Rohstoffunternehmen sowie Fachgespräche mit lokalen Unternehmen und Institutionen an. Die Agenda wird anhand der vorab abgefragten Zielmarktinteressen gestaltet; Änderungen bleiben vorbehalten.
Ihr Nutzen
Teilnehmende erhalten direkten Zugang zu Projektentwicklern, Bergbauunternehmen und Investoren und damit Einblicke in aktuelle Projekte, Markttrends und Geschäftsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. Besuche vor Ort vermitteln praxisnahe Eindrücke der südafrikanischen Rohstoffindustrie. Hinzu kommt der Austausch mit Regierungsvertretern über die strategische Bedeutung kritischer Rohstoffe, politische Prioritäten, Förderinstrumente und Rahmenbedingungen für Investitionen.
Anmeldung
Da maximal 15 Unternehmen teilnehmen können, werden alle Anmeldungen auf Eignung und Relevanz geprüft; kleine und mittlere Unternehmen werden besonders berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 2. November 2026.
Ansprechpartner sind Selleen Sewpershad (AHK Südliches Afrika, ssewpershad@germanchamber.co.za), Lisa Immensack (BMEnet GmbH, Lisa.Immensack@bme.de) und Julian Hadler (enviacon international, hadler@enviacon.com).
Weitere Informationen finden Sie unter www.bmematchmaking.com.
Key Facts
Termin: 7.–12. Februar 2027
Ort: Kapstadt (Mining Indaba), anschließend Johannesburg
Zielgruppe: Unternehmen mit hohem Rohstoffbedarf, Bergbauzulieferer, Banken, Fonds, Investoren
Eigenanteil (netto): 250 € (< 2 Mio. € Umsatz, < 10 Besch.) | 850 € (< 150 Mio. €, < 750 Besch.) | 1.500 € (darüber), Messeticket der Mining Indaba nicht im Preis enthalten
Info-Webinar (für Einkäufer): Donnerstag, 22. Oktober 2026, 14:30–15:30 Uhr.
Hier zur Anmeldung.