07.12.2021 //

VDMA: Bremsspuren in China werden tiefer

Dennoch erwarten die Maschinen- und Anlagenbauer für 2021 ein Umsatzwachstum von 22 Prozent. Allerdings sind die Auftragseingänge im zweiten Halbjahr rückläufig und die Lieferketten aufgrund von Preiserhöhungen sowie langen Lieferzeiten weiterhin extrem angespannt.

Siemens gehört zu den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich in China geschäftlich aktiv sind. Fotoquelle: Siemens Siemens gehört zu den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich in China geschäftlich aktiv sind. Fotoquelle: Siemens

Das Geschäftsklima hat sich für die Maschinen- und Anlagenbauer in China im zweiten Halbjahr zwar verschlechtert, für das Gesamtjahr fällt die Bilanz aber immer noch sehr positiv aus. Nicht nur in Europa, sondern auch in der Volksrepublik bekommen die Unternehmen insbesondere den Mangel an Rohstoffen und Materialien inzwischen deutlich stärker zu spüren als in der ersten Jahreshälfte. Dies zeigen die Ergebnisse der Herbstumfrage des VDMA unter den in China ansässigen 850 Mitgliedsunternehmen. Demnach bewerten 44 Prozent der befragten Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als gut, 45 Prozent als zufriedenstellend und elf Prozent stufen diese als schlecht ein. In der vorangegangenen Umfrage im Frühjahr 2021 berichteten noch 61 Prozent von guten Geschäften und lediglich vier Prozent von schlechten Zahlen. Überdurchschnittlich positiv fallen aktuell die Einschätzungen für die Sektoren Elektrische Automation, Robotics + Automation und Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen aus.

Weniger Investitionsprojekte

Die Kapazitätsauslastung in China erreichte im Frühjahr 2021 ihren bisherigen Höchststand, ist seitdem aber rückläufig. 49 Prozent der Unternehmen gaben in der aktuellen Umfrage eine über dem Normalwert liegende Auslastung an, im Frühjahr waren es noch 64 Prozent. Aktuell verzeichnen 37 Prozent ein normales Niveau und 14 Prozent der Betriebe waren unterausgelastet. „Viele Firmen haben die beiden Coronajahre genutzt, um ihre Produktionskapazitäten in China auszubauen und in die Zukunft zu investieren. So haben wir in diesem Jahr viele Firmenerweiterungen gesehen, das wird auch noch bis ins erste Halbjahr 2022 so weitergehen. Darüber hinaus stehen aber aktuell nicht mehr viele Investitionsprojekte an, wird Claudia Barkowsky, Geschäftsführerin des VDMA in China, in der Pressemitteilung des Verbandes zitiert.

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