27.07.2026International

Neue Lieferantenkontakte knüpfen: 12. CEE Procurement & Supply Forum 2026 in Budapest

Resiliente Lieferketten beginnen mit den richtigen Lieferanten: Beim 12. CEE Procurement & Supply Forum am 30. September 2026 in Budapest treffen Einkäufer auf qualifizierte Supplier aus Mittel- und Osteuropa. Individuelles B2B-Matchmaking, Marktupdates und Praxisimpulse zeigen, wie Unternehmen ihre Lieferantenbasis gezielt diversifizieren und ihre Beschaffung widerstandsfähiger aufstellen können.
B2B-Matchmaking mit konkretem Mehrwert: Einkäufer und Lieferanten im direkten Austausch beim 11. CEE Procurement & Supply Forum 2025 in Krakau. Das erfolgreiche Format wird am 30. September 2026 in Budapest fortgesetzt. © BME e.V.

Resilienz statt reiner Kostenoptimierung

Die Spielregeln im internationalen Einkauf haben sich grundlegend verändert. Geopolitische Konflikte, Handelsbarrieren, volatile Rohstoffmärkte und steigende regulatorische Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Beschaffungsstrategien neu auszurichten. Statt ausschließlich Kosten zu optimieren, stehen heute Versorgungssicherheit, Resilienz und die gezielte Diversifizierung der Lieferantenbasis im Mittelpunkt.

Das bestätigt auch das aktuelle BME-Barometer ebenso wie internationale Studien von McKinsey, Deloitte und Kearney. Unternehmen setzen verstärkt auf Nearshoring, Multi-Sourcing und regionale Lieferantennetzwerke, um Risiken zu minimieren und ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen. Mittel- und Osteuropa entwickelt sich dabei zunehmend zu einem der wichtigsten Beschaffungsräume Europas.

Mittel- und Osteuropa als Beschaffungsregion

Mit kurzen Transportwegen, hoher industrieller Kompetenz und einer engen Einbindung in den europäischen Binnenmarkt bietet die Region ideale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Beschaffung. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Metallverarbeitung, Maschinenbau, Automotive, Elektronik und Kunststofftechnik verfügen über leistungsfähige Produktionskapazitäten und erfüllen die hohen Qualitäts- und Compliance-Anforderungen internationaler Industriekunden.

Genau hier setzt das 12. CEE Procurement & Supply Forum des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) an. Am 30. September 2026 bringt der BME in Budapest Einkäufer und qualifizierte Lieferanten aus Mittel- und Osteuropa zusammen. Im Mittelpunkt stehen individuell vorbereitete B2B-Matchmaking-Gespräche, die auf den konkreten Beschaffungsbedarfen der teilnehmenden Unternehmen basieren. Fachvorträge und Marktupdates ergänzen das Programm und liefern aktuelle Einblicke in die wirtschaftlichen Entwicklungen der Region.

369 qualifizierte Lieferanten aus 18 Ländern

Auch in diesem Jahr unterstreichen die Zahlen der potenziellen Lieferanten die Bedeutung des Formats: 369 qualifizierte Lieferanten aus 18 Ländern präsentieren ihre Kompetenzen und stehen damit zur Auswahl. Die Branchenstruktur spiegelt dabei die industrielle Stärke der Region wider: 66,3 % der Unternehmen sind in der Metallverarbeitung tätig, 41,4 % in den Bereichen ICT, Engineering und Industrie 4.0 sowie 37,3 % in Kunststofftechnik und Elektronik. Ergänzt wird das Angebot durch Unternehmen aus Chemie, Verpackung, Textilien und industriellen Dienstleistungen.

Leistungsfähiger Mittelstand mit internationaler Erfahrung

Neben der Breite des Lieferantenangebots überzeugt vor allem dessen Qualität. Fast die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz zwischen 5 und 50 Millionen Euro und repräsentiert damit den leistungsfähigen industriellen Mittelstand Europas. Gleichzeitig erwirtschaften 23,8 % der Lieferanten 90 bis 100 % ihres Umsatzes im Export – ein deutlicher Hinweis auf ihre Erfahrung in internationalen Lieferketten. Insgesamt verfügen die Unternehmen über 481 anerkannte Zertifizierungen, durchschnittlich 1,93 Zertifikate je Lieferant, was den hohen Qualitäts- und Compliance-Anspruch zusätzlich unterstreicht.

© BME e.V.

Praxisnahe Einblicke in moderne Beschaffungsstrategien

Einen besonderen Mehrwert bietet beim 12. CEE Forum auch der Blick in die Praxis. Einkaufsverantwortliche von Köber Hungaria Kft., Luehr Filter GmbH, WP Kemper GmbH und ST Engineering Energy Solutions GmbH berichten über ihre aktuellen Beschaffungsstrategien, Herausforderungen und Erwartungen an internationale Lieferanten. Bereits rund 15 deutsche Industrieunternehmen haben ihre Teilnahme an den B2B-Gesprächen bestätigt.

BME Sourcing Guarantee schafft Planungssicherheit

Ein weiteres Plus ist die BME Sourcing Guarantee: Finden teilnehmende Unternehmen im Rahmen des Matchmakings weniger als vier geeignete Lieferanten, ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Damit reduziert der BME das Investitionsrisiko und schafft zusätzliche Planungssicherheit.

Die richtigen Partner für resiliente Lieferketten

Fazit: Resiliente Lieferketten entstehen nicht zufällig, sondern durch belastbare Partnerschaften und den Zugang zu den richtigen Beschaffungsmärkten. Das 12. CEE Procurement & Supply Forum bietet hierfür eine etablierte Plattform. Gemeinsam mit seinen Partnern – den Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) der Region und dem Ostausschuss der deutschen Wirtschaft (OA) – verbindet es Markttransparenz, qualifizierte Lieferanten und passgenaues B2B-Matchmaking und unterstützt Unternehmen dabei, ihre europäische Lieferantenbasis gezielt auszubauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Ihre Kontaktpersonen

Lisa Immensack
Senior International Project Managerin
Joanna Chrzanowska
International Project Managerin
Olaf Holzgrefe
Leiter International Business & Affairs